Die Anlage

Die Biogasanlage St. Michaelisdonn ist eine Cofermentationsanlage. Es werden 25.000 m³ Gülle und 15.000 m³ Bioabfälle verwertet.

Das gesamte Eingangssubstrat wird, bevor es in den eigentlichen Fermenter gelangt, in einem Annahmebehälter homogenisiert, und anschließend in einer Hygienisierungseinheit bei 70 C° und einer Stunde Verweilzeit hygienisiert. Erst danach wird das Substrat mit einer Temperatur von
ca. 39 C° in den 2.300 m³ großen Fermenter gepumpt.

Die Fermentation erfolgt dann im mesophilen Temperaturbereich bei ca. 38 C°, die Verweilzeit im Fermenter beträgt 20 Tage.

Nachdem das Substrat den Fermenter durchlaufen hat, wird es im Endlager zwischengelagert, wo es noch weiter ausgast. Aus dem Endlager wird der Gärrückstand mit dem betriebseigene LKW aufgenommen und an die Landwirte zurück geliefert, von denen auch die Gülle herstammt.

Das erzeugte Biogas besteht zu 65 - 70 % aus Methan und wird in  Blockheizkraftwerken (BHKW) verstromt, der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die installierte elektrische Leistung der BHKW's beträgt zusammen 500 kW, die eingespeiste Leistung beträgt 2,5 - 3 MWh pro Jahr.

Eine wesentliche technische Komponente der Anlage ist das System der Wärmetauscher. Die drei Wärmetauscher sind in Serie geschaltet und nutzen die Wärme der Biomasseströme mit unterschiedlichem Temperaturniveau optimal aus. Die optimale Wärmenutzung bringt es mit sich, dass der Verbrauch an, durch die Blockheizkraftwerken (BHKW’s) erzeugte, Prozesswärme bei nur ca. 18 % liegt. Entsprechend viel Wärme steht für andere Prozesse zur Verfügung.